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Gibson The Grabber - vor 5 Monaten
Erwerb Jahr : 2006 Bezahlter Preis : 950 € (used)
Bewertung :
Features: 4 von 5
Mein Grabber wurde am 22 April 1976 hergestellt, es ist ein 4-Saiter, die Saiten werden durch den Korpus gefädelt. Bis auf das Griffbrett, welches bei mir aus Rosewood ist befindet er sich im Originalzustand.
Klang: 5 von 5
Der Klang des Grabbers lässt sich als eine Mischung aus Preci, Tbird und JBass beschreiben. Tief, direkt, klar, und mit weniger Wärme als ein Preci. Ich setze den Bass sehr vielseitig ein. Besonders im Rockbereich fühlt er sich wohl. Man kann ihn auch im Jazzbereich einsetzen, für Slapping ist er meiner Meinung nach aber vollkommen ungeeignet. Zum Slide-Tonabnehmer: Es bringt zwar nicht übermäßig viel, aber der Ton ändert sich und wird in Halsposition tiefer und wummernder, in Stegposition brillianter und knackiger.
Spielbarkeit: 4 von 5
Wer von einem
Fender Preci auf einen Grabber umsteigt muss sich erst einmal umgewöhnen. Der Korpus kommt einem ziemlich klobig vor, auch wenn er ziemlich dünn ist. Der Abstand der Saiten ist geringer. Der Hals hat eher J-Bass-Format. Außerdem ist er gering kopflastig. Nach kurzer Eingewöhnunsphase ist das alles aber nicht mehr störend und der Grabber fühlt sich sehr bequem an.
Haltbarkeit: 3 von 5
Grundsätzlich ist der Grabber ein sehr haltbarer Bass. Die Elektronik funktioniert nach fast 32 Jahren problemlos, die Potis kratzen nicht und lassen sich immer noch perfekt einstellen und die Mechaniken (offen mit
Gibson-Schriftzug) halten die Stimmung immer noch zuverlässig. Was nicht sehr haltbar wirkt ist der Steg. Die Saitenreiter ließen sich nicht mehr einstellen, weil die geschlitzten Schrauben zur Höhenverstellung abgebrochen waren. Ersatz zu finden ist nicht leicht, weil man aufgrund des geringeren Abstandes zu den einzelnen Saiten spezielle Reiter braucht, die
Gibson nicht mehr herstellt. Ich hab die Reiter eines Fünfsaiters verwendet. Ein weiterer Nachteil ist der Hals, der sich nicht nur bei meinem Exemplar twistet. Viele Grabber und G3 haben das Problem.
Gesamt: 4 von 5
Der Grabber ist ein sehr intressanter Bass, weil er nicht in jeder Band zu sehen ist, in verschiedenen Stilrichtungen einsetzbar ist, mit seinem Klang überzeugen kann und sich nach einer gewissen Zeit auch bequem spielen lässt. Leider twistet sich mein Hals und der Steg darf in die Kategorie "billig, aber nicht gut" eingeordnet werden. Im Großen und Ganzen aber ein überzeugender Bass. <